C_Line
Eigentlich fängt doch alles mit einem Konzept an. Bevor irgendwas zu etwas werden kann ist es erst ein Gedanke, dann eine Idee und später ein Konzept. Ein Produkt, oder eine Grafik entsteht meiner Meinung nach erst dann, wenn sie irgendwo anpassbar ist, egal ob mit den Händen oder mit den Augen.
Dieser Weg von Gedanken zum Objekt dauert in Falle eines Studenten Monate, in Falle von allen anderen Jahren. Die wenigsten Objekte sind geplant unausgegoren oder nicht perfektioniert auf den Markt geworfen. Der Mensch ist nicht dafür gemacht, Dinge halb fertig zu präsentieren, halbfertig zu beenden ja, aber niemals würde sich ein Mensch vor andere Menschen stellen und sich mit seinen fragmentarischen Erfolgen brüsten. Eigentlich ist das schade, sehen wir so immer nur einen winzigen Teil einer Wahrheit, hinter der sich ein gesamter Prozess verbirgt. Diese perfektionistische Wahrnehmung führt dazu das wir unsere eigenen Ideen und Entwürfe häufig schlecht denken und nie zur Umsetzung bewegen, da wir alles an ihnen sehen, jeden Fehlschritt, jede Entscheidung, die wir bereuen und jeden Rückschlag. Dabei stecken diese Dinge hinter jedem Produkt, Objekt und Kunstwerk wir bekommen aber nur selten die Chance diese zu betrachten, sind es nicht die Fehlschläge die in Museen, Galerien und Messen präsentiert werden.
Dieses Phänomen des verkrampfen Perfektionismus habe ich auch, viele meiner Ideen sind es vielleicht nicht wert umgesetzt zu werden, aber genau dieses Denken macht, das sie einfach wieder in meinem Gedanken verschwinden und nie mehr sind als eine Erinnerung. Es zerstört eine Idee bevor sie entstehen kann in dem es ihre Qualität bewertet noch bevor sie die Realität erreicht. Das Perfektionismus den Gedanken tötet sollte allen bekannt sein und trotzdem erstaunt es mich das trotzdem so viele Künstler und Designer nicht darüber hinaus kommen und mutiger werden ihre unausgereiften Gedanken und fehlversuche zu teilen.
Aus diesem Grund habe ich meine C_Line gestartet. Sie soll ein Weg sein, meine Gedanken sichtbar zu machen und mir selbst ein wenig den Mut beibringen auch Dinge zu zeigen bei denen ich noch nicht auf alles eine Antwort weiß.








